Die Auswahl des richtigen Übersetzungsmanagement-Systems (TMS) ist eine entscheidende Entscheidung für Unternehmen, die ihre Lokalisierungsbemühungen optimieren möchten. Viele Unternehmen machen jedoch Fehler in diesem Prozess, die zu Ineffizienz und verpassten Chancen führen können.
Gabriel Fairman identifiziert in seinem neuesten Video drei häufige Fehler, die Organisationen oft machen, wenn sie TMS-Plattformen bewerten. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Erkenntnisse und Expertenratschläge, um Ihnen zu helfen, diese Fallstricke zu vermeiden.
1. Priorisierung von Prozessen gegenüber Software
"Einer der größten Fehler, den ich sehe, ist, dass Unternehmen ihre aktuellen Prozesse betrachten, bevor sie die Software in Betracht ziehen", erklärt Fairman.
Wenn Unternehmen versuchen, Software zu finden, die perfekt zu ihren bestehenden Arbeitsabläufen passt, schränken sie ihre Fähigkeit ein, das volle Potenzial der Software auszuschöpfen. Fairman betont, dass keine Software perfekt zu den etablierten Prozessen eines Unternehmens passt.
Anstatt sich auf die Beibehaltung der aktuellen Methoden zu konzentrieren, schlägt er vor:
- Treten Sie einen Schritt zurück und identifizieren Sie zuerst Ihre Geschäftsziele.
- Bewerten Sie Software danach, wie sie Ihnen helfen kann, diese Ziele zu erreichen.
- Seien Sie offen für die Anpassung Ihrer Prozesse, um die Fähigkeiten der Software zu maximieren.
2. Vergleich von Funktionen statt Geschäftszielen
Ein weiterer häufiger Fehler ist der Vergleich von Software basierend auf einzelnen Funktionen. Fairman betont:
„Es gibt eine Tendenz, Funktion für Funktion zu vergleichen, anstatt sich auf die Auswirkungen auf das Geschäft zu konzentrieren."
Dieser Ansatz kann irreführend sein, da nicht alle Funktionen gleichermaßen relevant für Ihre Bedürfnisse sind.
Um diese Falle zu vermeiden:
- Konzentrieren Sie sich auf die übergeordneten Ziele, die Sie mit der Software erreichen möchten.
- Überlegen Sie, mit welcher Leichtigkeit Sie diese Ziele erreichen können.
- Denken Sie daran, dass ein funktionsreiches Tool nicht immer den besten Wert für Ihr Unternehmen bietet.

3. Das volle Potenzial von Software nicht verstehen
"Die meiste Software wird in bestehende Prozesse nachgerüstet, was ihr wahres Potenzial einschränkt", stellt Fairman fest. Viele Unternehmen nutzen nicht das volle Potenzial einer Softwarelösung, weil sie sich auf kurzfristige Bedürfnisse konzentrieren. Fairman warnt, dass dies zu einem Missverständnis der Preise, des Werts und der Funktionalität der Software führen kann.
Um das Beste aus Ihrem TMS herauszuholen:
- Erkunden Sie die Software gründlich, um alle ihre Funktionen zu verstehen.
- Fragen Sie nach detaillierten Erklärungen zu Schlüsselkomponenten wie Automatisierung und Verbindungen.
- Wählen Sie ein TMS, das mit Ihrer langfristigen Vision übereinstimmt, nicht nur mit Ihren aktuellen Bedürfnissen.
Abschließende Gedanken
Die Wahl des richtigen TMS erfordert einen strategischen Ansatz. Fairman rät,
„Eine Software-Entscheidung sollte eine sein, die Sie für die nächsten fünf Jahre unterstützt, nicht nur für heute.“
Indem Sie die Fehler vermeiden, sich zu sehr auf aktuelle Prozesse zu konzentrieren, unnötige Funktionen zu vergleichen und die Software nicht vollständig zu erkunden, sind Sie besser gerüstet, ein Werkzeug auszuwählen, das langfristig Wachstum und Effizienz fördert.